Microsoft Purview: Datensicherheit für KI (DSPM, Auto-Labeling, DLP)

Stand: 07.06.2026

Microsoft Purview bündelt die Werkzeuge, mit denen ihr sensible Daten erkennt, schützt und den Datenschutz auch bei der KI-Nutzung wahrt. Drei aktuelle Bausteine sind besonders relevant:

Data Security Posture Management (DSPM)

DSPM bietet eine zentrale Übersicht über den Datensicherheits-Status eurer Organisation – von der Erkennung ungeschützter sensibler Daten bis zu konkreten Empfehlungen und „Ein-Klick“-Richtlinien. Über Datenrisiko-Bewertungen (z. B. der meistgenutzten SharePoint-Sites) seht ihr, wo sensible Inhalte zu breit geteilt sind oder Vertraulichkeitsbezeichnungen fehlen – besonders wichtig vor der Einführung von Microsoft 365 Copilot.

Schutz von KI-Eingaben (DSPM for AI / DLP für KI)

Mit Purview lässt sich überwachen und steuern, welche sensiblen Daten in KI-Interaktionen fließen. Per Data Loss Prevention (DLP) könnt ihr verhindern, dass Inhalte mit bestimmten Vertraulichkeitsbezeichnungen von Microsoft 365 Copilot und Agenten verarbeitet werden – so bleiben personenbezogene oder vertrauliche Daten auch bei der KI-Nutzung geschützt.

Automatische Bezeichnung (Auto-Labeling)

Mit Auto-Labeling-Richtlinien werden Vertraulichkeitsbezeichnungen automatisch angewendet – auch auf Bestandsdokumente in SharePoint- und OneDrive-Bibliotheken. Voraussetzung ist, dass Vertraulichkeitsbezeichnungen für SharePoint und OneDrive aktiviert sind. So wird sensibler Inhalt durchgängig erkannt und geschützt, ohne jede Datei manuell zu bewerten.

iHinweis

Diese Funktionen erfordern entsprechende Microsoft-Purview-/Microsoft-365-Lizenzen. Prüft vor dem Einsatz die Voraussetzungen in eurem Tenant.